Wohnungskäufer verzweifeln an Berliner Hochhausprojekt



Das Skelett am Steglitzer Kreisel

Etwa 100 der 300 im Grundbuch eingetragenen Wohnungen sind verkauft.


(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Berlin 140.000 Euro haben Jens und Leijla Unger bezahlt – für eine Unterschrift und eine unerfüllte Hoffnung. „Ich habe das Geld abgeschrieben“, sagt Jens Unger. Mit diesem Geld hat er seine Wohnung angezahlt, mit Blick über Berlin aus dem elften Stock des Hochhauses Steglitzer Kreisel.

Dass dieses Projekt irgendwann einmal fertig wird, damit rechnet er nicht mehr. Für die schönen Pläne muss er trotzdem bezahlen, 1000 Euro, Monat für Monat. Seit Jahren. Und statt einer Wohnung steht an der Schloßstraße ein Rohbau aus Stahl. Von Bauarbeiten ist wenig zu sehen.

Zahlen muss der IT-Fachmann Unger trotzdem. Die Banken lassen ihn nicht raus aus dem Kreditvertrag, mit dem er den größten Teil der 478.000 Euro bezahlen wollte für die Wohnung auf der heute noch unvollendeten Baustelle. „Bereitstellungszinsen“ wird das genannt. Und die werden noch lange laufen. Denn vollendet wird das Hochhaus-Skelett wohl frühestens im Jahr 2024.

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