Wirtschaft – DGB fordert mehr Druck auf Unternehmen wegen hoher Zahl Langzeitarbeitsloser unter Schwerbehinderten


Anja Piel, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes, mit einem Mikrofon in der Hand.

Anja Piel, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

Sie müssten stärker in die Verantwortung genommen werden, sagte DGB-Vorstandsmitglied Piel der dpa. Dazu müsse die Bundesregierung die Ausgleichsabgabe für Betriebe, die keinen einzigen Menschen mit schwerer Behinderung beschäftigten, deutlich erhöhen. Solange diese Abgabe aus der Portokasse bezahlt werden könne, bleibe sie wirkungslos, führte sie aus. Nötig sei aber auch, die Ressourcen in den Jobcentern für eine bessere Vermittlung aufzustocken. Die Benachteiligung der Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt sei ein “Desaster”, dem die “Ampel”-Koalition unbedingt etwas entgegensetzen müsse.

Heute ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeitist der Anteil Schwerbehinderter unter Langzeitarbeitslosen von 42 Prozent im Jahr 2019 auf 47 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Wenn Unternehmen nicht die vorgeschriebene Zahl an Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, müssen sie zum Ausgleich Geld entrichten.

Diese Nachricht wurde am 03.12.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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