Verdi fordert Klarheit über Amazon-Pläne in Brieselang


Kürzlich machte Amazon bekannt, das Logistikzentrum in Brieselang bei Berlin schließen zu wollen. Die Gewerkschaft Verdi betrachtet die Entscheidung mit Sorge.

Ein Mitarbeiter legt im neuen Logistikzentrum des Onlineversandhändlers Amazon. Der Standort in Brieselang nahe Berlin soll geschlossen werden. Verdi betrachtet die Entscheidung mit Sorge.

Ein Mitarbeiter legt im neuen Logistikzentrum des Onlineversandhändlers Amazon. Der Standort in Brieselang nahe Berlin soll geschlossen werden. Verdi betrachtet die Entscheidung mit Sorge.Moritz Frankenberg/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat die geplante Schließung eines Logistikzentrums des Online-Versandriesen Amazon in Brieselang bei Berlin als „sehr schlechte Nachricht“ für die rund 600 Beschäftigten an dem Standort kritisiert. „Wir erwarten, dass das Unternehmen in Verhandlungen mit dem Betriebsrat offenlegt, ob ein weiterer Rückzug aus der Region geplant ist, oder ob Amazon weiterhin in die Region Berlin-Brandenburg investieren wird“, teilte Fachbereichsleiterin Conny Weißbach am Mittwoch mit. Interessant sei auch die Frage, von wo aus die Belieferung der Region künftig durchgeführt werde.

Amazon hatte am Dienstag angekündigt, das Zentrum in Brieselang schließen zu wollen. Mit den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen demnach Möglichkeiten ausgelotet werden, an andere Amazon-Standorte in Deutschland zu wechseln. Berlin-Brandenburg bleibe eine wichtige Region für Amazon, in die weiter investiert werde, hieß es vom Konzern.

Das Logistikzentrum Brieselang wurde den Angaben zufolge 2013 eröffnet. Begründet wird die Schließung mit dem „relativ alten Gebäude“, das nicht auf den neuesten Stand gebracht werden könne. Dieses Gebäude biete keine Möglichkeit für eine Weiterentwicklung.

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