UNO-Tribunal zu Ruanda – Angeklagter im Völkermordprozess für verhandlungsunfähig erklärt


Bilder von einigen der Opfer, die 1994 während des Genozids in Ruanda umgebracht wurden.

Angeklagter im Völkermordprozess in Ruanda für verhandlungsunfähig erklärt. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Ben Curtis)

Der Angeklagte leide an Demenz und könne die Verhandlungen nicht verfolgen, urteilte das UNO-Tribunal zu den Verbrechen im Jahr 1994 in Ruanda in Den Haag. Der Prozess solle auf andere Weise fortgesetzt werden, um die Schuld des Angeklagten festzustellen. Eine Strafe werde gegen den früheren Geschäftsmann aber nicht verhängt. Die Anklage wirft ihm vor, den Völkermord finanziert zu haben.

Bei den Massakern hatten Milizen der Hutu-Mehrheit Angehörige der Tutsi-Minderheit ermordet. Mindestens 800.000 Menschen wurden getötet, Hunderttausende wurden Opfer sexueller Gewalt.

Diese Nachricht wurde am 08.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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