Ukraine-Krieg – Einschüchterung und Gewalt bei Scheinreferenden


Eine Frau hängt ein Banner für das Scheinreferendum in Donezk auf.

Auch in der Oblast Donezk findet das Scheinreferendum statt, das den Anschluss an Russland legitimieren soll. (picture alliance / dpa / Tass / Nikolai Trishin)

So wurden laut dem Gouverneur von Luhansk Beschäftigte von Unternehmen gezwungen, sich zu beteiligen. Es sei damit gedroht worden, die Türen jener einzuschlagen, die sich weigerten, abzustimmen. Der Bürgermeister von Melitopol in der Region Saporischschja erklärte, die Russen hätten Einwohner der Krim in seine Stadt gebracht, um Druck auf die Bürger auszuüben.

Von einem historischen Meilenstein sprach hingegen der Separatistenchef Puschilin in der von Moskau anerkannten sogenannten Volksrepublik Donezk. Diese Abstimmung sei entscheidend, es sei der Durchbruch in eine neue Realität, sagte er im Nachrichtenkanal Telegram.

Die Scheinreferenden in der Süd- und Ostukraine sollen am Dienstag enden. Russland will so die besetzten Gebiete in das eigene Staatsgebiet eingliedern. Kreml-Sprecher Peskow sagte, sollten die Menschen für einen Anschluss an Russland stimmen, könne das entsprechende Verfahren sehr schnell vonstatten gehen. Zahlreiche Staaten haben bereits erklärt, dass sie die Ergebnisse der Scheinabstimmungen nicht anerkennen werden.

Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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