Ukraine-Botschafter kündigt Riesen-Panzer-Lieferung von Leopard aus Deutschland an


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Von: Patrick Mayer

Der ukrainische Botschafter zeigt sich bei Twitter vor einem Leopard-1-Panzer. Die „Leos“ sollen wohl schneller als gedacht aus Deutschland an die Ukraine gehen – in hoher Stückzahl.

München/Düsseldorf – „Neue deutsche Härte“: Unter diesem Hashtag hat der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiew, in einem Tweet vom Mittwoch (24. Mai) das angekündigt, was schon bald die Ukraine erreichen soll: 110 Kampfpanzer vom Typ Leopard 1A5 aus deutschen Industriebeständen.

Panzer für die Ukraine: Botschafter kündigt 110 Leopard 1 aus Deutschland an

Kiew bekommt damit die Anfang Februar von der Ampel-Bundesregierung genehmigte Riesen-Lieferung deutscher „Leos“ wohl deutlich schneller und in größerer Stückzahl als zwischenzeitlich angenommen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte damals von bis zu 178 möglichen Leopard 1 gesprochen, er nannte als Zielgröße jedoch die Lieferung von 25 Panzern bis Sommer 2023.

Die Panzer müssen vom deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall aus Düsseldorf, der möglicherweise noch 25 alte Leopard-2-Panzer aus der Schweiz übernimmt, schließlich erst noch kampftauglich aufbereitet werden. Makeiew zeigte sich offenbar just bei Rheinmetall vor einem Leopard 1A5 und schrieb weiter zu seinem Posting: „110 1A5. Schon bald.“

Es ist eine Größenordnung mit einer dreistelligen Zahl westlicher Waffenlieferungen, die so im Ukraine-Krieg bislang noch nicht genannt wurde. Als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Mitte Mai Deutschland besuchte, übergab ihm Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bereits symbolisch 30 Leopard 1 für die Verteidigung der Ukrainer gegen die russische Invasion.

Leopard-1-Panzer für die Ukraine: Deutschland liefert wohl mehr als 100 Stück

Zuvor hatte Deutschland Kiew im Zuge einer Nato-Initiative 18 modernere Leopard-2-Kampfpanzer übergeben. Laut dem Generalsekretär des transatlantischen Verteidigungsbündnisses, Jens Stoltenberg, bekam die Ukraine von westlichen Partnern in den vergangenen Monaten mehr als 230 Panzer sowie weitere 1550 gepanzerte Fahrzeuge für die geplante Gegenoffensive – unter anderem 90 US-amerikanische Radpanzer Stryker.

Leopard-1-Panzer für die Ukraine: Umsetzung in Deutschland dauerte Monate

Die Lieferung von Rheinmetall hat sich indes mehr als ein Jahr hingezogen. Bereits im April 2022 war bekannt geworden, dass der deutsche Rüstungskonzern der ukrainischen Regierung 88 Leopard 1 aus Altbeständen angeboten hatte. Im Januar hatte Rheinmetall öffentlich betont, insgesamt 139 „Leos“ 1 und 2 liefern zu können. Jetzt sollen es also bald 110 Exemplare sein, ohne dass der Bestand der Bundeswehr davon betroffen ist. (pm)



Quellenlink https://www.merkur.de/politik/makeiew-news-leopard-panzer-lieferung-ukraine-deutschland-rheinmetall-duesseldorf-92300600.html