TV-Beitrag zeigt, was auf der Wiesn wirklich los ist


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Bierleichen, Schnittwunden, Unterkühlungen und vieles mehr: Während dem Oktoberfest haben die Rettungskräfte alle Hände voll zu tun.

München – Das größte Volksfest der Welt ist zu Ende. Insgesamt 7,2 Millionen Menschen haben in den vergangenen 18 Tagen die Wiesn besucht und dabei reichlich Alkohol konsumiert – rund 6,5 Millionen Liter Bier. Für die Einsatzkräfte ist Stress in dieser Zeit vorprogrammiert. Denn die feiernden und betrunkenen Besucher sorgen immer wieder für Einsätze der Rettungskräfte und Sanitäter.

Rettungssanitäter mit sichtgeschützter blauer Bahre
Im Dauerstress: Während der Wiesn müssen die Sanitäter zahlreiche Vergiftungen, Schnittwunden und Unterkühlungen behandeln.  © IMAGO / Ralph Peters

Alkoholexzesse, chirurgische Notfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wiesn-Sanitäter im Dauereinsatz

Die medizinische Einrichtung auf dem Oktoberfest, in der die Patienten behandelt werden, gleicht einem kleinen Krankenhaus. Rund um die Uhr sind Sanitäter und Ärzte im Einsatz, um die medizinische Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Nach Angaben der Aicher Ambulanz, die auch in diesem Jahr die Sanitätsstation betrieb, kümmerten sich rund 450 Sanitäter und 55 Ärzte um alkoholisierte Besucher, Schnittverletzungen oder medizinische Notfälle.

Die Mehrzahl der Besucher wurde auf der Sanitätswache aufgrund von Intoxikationen eingeliefert. Dabei war Alkohol mit einem Anteil von 36 Prozent der häufigste Grund für medizinische Hilfe, wobei die höchste gemessene Atemalkoholkonzentration bei 3,6 Promille lag. Es folgten chirurgische Notfälle mit 29 Prozent und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 13 Prozent, wie die Aicher Ambulanz mitteilte. Gewalttätige Auseinandersetzungen machten nur ein Prozent der Einsätze aus. Erst kürzlich entdeckten Ärzte nach einem Wiesn-Unfall zufällig einen erschütternden Befund.

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Tagesfazit der Wiesn-Sanitäter: 123 Einsätze der Tragestaffeln und 299 behandelte Wiesn-Besucher

Stern-TV hat die Einsatzkräfte am siebten Wiesn-Tag einen Tag lang begleitet. Bereits am Mittag musste das Team zum ersten Einsatz ausrücken. Ein Oktoberfestbesucher hatte wohl zu viel getrunken, war gestürzt und klagte über Schmerzen im rechten Fuß. Ein Transport war nur mit Schmerzmitteln möglich, ein Notarzt wurde zur Verstärkung gerufen. Gleichzeitig gibt es in der Ambulanz viel zu tun. Ein 23-Jähriger zum Beispiel hat sich beim Anstoßen mit einem anderen Maßkrug eine Schnittwunde an der Hand zugezogen und muss versorgt werden. Ein weiterer Besucher wird mit einer schweren Intoxikation, einer unklaren Gesichtsverletzung und einer Unterkühlung eingeliefert. Unter Aufsicht des Teams soll er seinen Rausch ausschlafen, bevor er genauer untersucht wird. Die Liste der Verletzten und schwer Alkoholisierten ist lang.

Diese und viele weitere Einsätze gehören zum Alltag der Wiesn-Sanitäter. Allein 123 Mal mussten die Trageteams an diesem Tag ausrücken. Insgesamt wurden 299 Wiesn-Besucher behandelt. Von Schnittverletzungen über Unterkühlungen bis hin zu Vergiftungen – die Einsatzkräfte stehen unter Dauerstress. (fr)

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Quellenlink https://www.merkur.de/lokales/muenchen/oktoberfest/einsatzkraefte-im-dauerstress-tv-beitrag-zeigt-was-auf-der-wiesn-wirklich-los-ist-92558905.html