Tote und Verletzte nach Messerattacke in Zug – Identität des Verdächtigen steht fest


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Von: Martina Lippl

In Brokstedt kam es in einem Regionalzug zu einem tödlichen Messerangriff. Die Polizei ist vor Ort im Einsatz.
In Brokstedt kam es in einem Regionalzug zu einem tödlichen Messerangriff. Die Polizei ist vor Ort im Einsatz. © Sebastian Peters

Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind am Mittwoch mehrere Menschen verletzt worden – es gibt zwei Todesopfer. Der Bahnhof Brokstedt war stundenlang gesperrt.

Update vom 25. Januar, 21.20 Uhr: Fast sechs Stunden nach der Messerattacke mit zwei Toten und sieben Verletzten in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg ist der normale Verkehr auf der Strecke am Abend langsam wieder angelaufen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Polizei habe den Bahnhof in Brokstedt kurz nach 20.30 Uhr wieder freigegeben, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Der Zug sei vom Bahnhof weggefahren worden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr reinigen den Bahnsteig, der Schauplatz eines Verbrechens, aber auch ein Platz geworden ist, an dem einige Passagiere besonders mutig gewesen sind. Zeugen hielten den Angreifer fest, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Sie hätten „wohl den Täter davon abgehalten, Schlimmeres zu begehen“, sagte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack und dankte denjenigen, die „so mutig“ seien, sich „dem Täter entgegenzustellen“.

Update vom 25. Januar, 20.47 Uhr: Ein sichtlich erschütterter Augenzeuge schildert bei ntv, wie die Fahrgäste aus dem Zug flüchteten. „Auf einmal rannten alle Passagiere mit aller Wucht raus.“ Dann habe er seine Sachen genommen und sei hinterhergerannt. Durch mehr als fünf Wagen sei alles voller Blutspuren gewesen.

Nach dem Messerangriff mit zwei Toten in der Regionalbahn sind noch viele Fragen offen. Lesen Sie hier, was über die Tat und ihre Hintergründe bekannt ist – und was nicht.

Zum Zeitpunkt der Messerattacke sind nach Angaben der Polizei 120 Menschen im Zug gewesen. „Das muss ein sehr großes Chaos gewesen sein“, sagte eine Sprecherin der Polizei Itzehoe am Mittwochabend. Nach dem Angriff wurden etwa 70 Zeugen von der Polizei befragt und betreut. Die Landesregierung hat ein Hilfetelefon für Betroffene eingerichtet.  

Update vom 25. Januar, 20 Uhr: Das Entsetzen nach der tödlichen Messerattacke in einem Pendlerzug von Kiel und Hamburg ist groß. Zwei Menschen sind getötet worden und sieben verletzt worden, drei davon schwer. Der Bahnhof Brokstedt ist von der Polizei abgesperrt. Ermittler sichern Spuren am Tatort in dem 200-Einwohnerdorf.

In dem Regionalexpress muss es kurz vor 15 Uhr zu dramatischen Szenen gekommen sein. Augenzeugen zufolge brach Panik in dem Zug aus. Gegen 14.55 Uhr stach ein 33-Jähriger, laut Polizei, mit einer Stichwaffe auf Fahrgäste ein. Mehrere Notrufe gingen bei der Polizei ein. Der Zug wurde daraufhin am Bahnhof Brokstedt gestoppt. Dann verlagerte sich das Geschehen auf den Bahnsteig.

Tödliche Messerattacke im Regionalzug: Mutmaßlichen Täter werden mindestens zwölf Straftaten vorgeworfen

Update vom 25. Januar, 19.22 Uhr: Nach der tödlichen Messerattacke im Regionalexpress steht die Identität des mutmaßlichen Täters fest, teilt die Polizei Itzehoe mit. Es handelt sich um einen 33 Jahre alten, staatenlosen Palästinenser. Der Mann sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Der 33-Jährige aus Gaza reiste laut Spiegel-Informationen im Dezember 2014 in die Bundesrepublik ein. Er erhielt demnach im Juli 2016 subsidiären Schutz, allerdings wäre ein Rücknahmeverfahren dieses Titels eingeleitet worden. Zuletzt lebte A. im Raum Kiel. Der mutmaßliche Täter ist polizeibekannt. Ihm wurden mindestens zwölf Straftaten vorgeworfen, heißt es. Darunter gefährliche Körperverletzung, ein sexueller Übergriff, Missbrauch von Scheckkarten und Bedrohung. Wie schon zuvor berichtet, sei er vor sechs Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Die Polizei hat ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 04821 / 6022100 eingerichtet.

Etwa 120 Fahrgäste waren mit dem Pendlerzug unterwegs, als der 33-jährige Tatverdächtige mit einer Stichwaffe auf Reisende einstach. Viele davon müssten noch ihre Aussage machen, berichtet ntv.de.

Messerattacke im Zug zwischen Kiel und Hamburg: Was ist zum Tathergang bekannt

  • Gegen 14. 55 Uhr gingen erste Notrufe bei der Polizei ein: Ein Mann würde mit einer Stichwaffe Reisende angreifen.
  • Gegen 15 Uhr wurde der Regionalexpress von Kiel nach Hamburg am Bahnhof Brokstedt (Schleswig-Holstein) gestoppt.
  • Am Bahnsteig Brokstedt überwältigten Fahrgäste den Messer-Angreifer und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.
  • Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.
  • Zwei Fahrgästen sind bei dem Messerangriff in dem Regionalzug ums Leben gekommen, weitere Personen wurden verletzt.

„Es ist ein furchtbarer Tag“ – Ministerpräsident Günther gibt Statement nach der Messerattacke ab

Update vom 25. Januar, 19.07 Uhr: Ministerpräsident Daniel Günther gibt ein Statement vor der Presse ab. Er habe tiefe Trauer und sei bestürzt von dieser sinnlosen Tat. „Es ist ein furchtbarer Tag“, sagte Günther.

Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drückte nach der Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg ihr Mitgefühl aus. „All unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser furchtbaren Tat und ihren Familien“, schreibt die Politikerin auf Twitter. Dies sei eine „erschütternde Nachricht“.

Tödliche Messerattacke im Pendlerzug: Mutmaßliche Täter soll vor einer Woche in U-Haft gewesen sein

Update vom 25. Januar, 18.33 Uhr: Die Polizei ist mit einem Großaufgebot am Bahnhof Brokstedt (Schleswig-Holstein) vor Ort. Zwei Menschen sind bei einer Messerattacke im Regionalzug von Kiel nach Hamburg getötet worden, mehrere verletzt. Eine verletzte Person schwebt noch in Lebensgefahr.

Die Polizei versucht sich aktuell einen Überblick zu verschaffen. „Die Hintergründe sind noch unklar, ebenso wie die Identitäten der Geschädigten“, sagte die Polizeisprecherin. Zur Zahl der Verletzten sind unterschiedliche Angaben in Medienberichten zu finden. Auch zur Altersangabe des mutmaßlichen Täters. Laut Polizei soll er zwischen 20 und 30 Jahren alt sein. Laut einer Sprecherin des Innenministeriums ist er zwischen 24 und 35 Jahre alt. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und muss im Krankenhaus behandelt werden. Nach Informationen von 24hamburg.de soll es sich um einen staatenlosen Palästinenser handeln.

Wie die Welt berichtet, soll sich der mutmaßliche Täter noch bis vor knapp einer Woche in Untersuchungshaft befunden haben. Er soll bereits durch Gewalt- und Sexualdelikte polizeilich aufgefallen sein.

Die Nachrichtenagentur dpa hatte zuvor berichtet, sei der mutmaßliche Angreifer bislang nicht als Extremist aufgefallen, er soll aber bei der Festnahme einen geistig verwirrten Eindruck gemacht haben.

In Brokstedt kam es in einem Regionalzug zu einem tödlichen Messerangriff. Die Polizei ist vor Ort im Einsatz.
In Brokstedt kam es in einem Regionalzug zu einem tödlichen Messerangriff. Die Polizei ist vor Ort im Einsatz. © Sebastian Peters

Update vom 25. Januar, 17.59 Uhr: Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich nach Angaben einer Sprecherin der Polizei Itzehoe um einen jungen Mann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren handeln.

Polizei zum mutmaßlichen Täter: Mann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren

Nach vorläufigen Erkenntnissen war der mutmaßliche Angreifer bislang nicht als Extremist aufgefallen. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr, gibt es erste Hinweise, dass der Täter geistig verwirrt sein könnte.

Messerattacke am Bahnhof Brokstedt – Notrufe bei der Polizei gingen um 14.45 Uhr ein

Update vom 25. Januar, 17.37 Uhr: Zwei Menschen sind bei dem Messerangriff am Bahnhof Brokstedt ums Leben gekommen. Drei weitere wurden schwer verletzt und zwei leicht, das teilte die Polizei mit. Offenbar ist der mutmaßliche Täter wohl schon im Zug kurz vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt auf die Reisenden losgegangen.

Erste Notrufe gingen wohl nach ersten Erkenntnissen gegen 14.45 Uhr bei der Polizei ein. Am Bahnhof Brokstedt seien die Fahrgäste auf den Bahnsteig gedrängt. Der mutmaßliche Täter sei dort von Ersthelfern und Einsatzkräften überwältigt worden. Auch der Angreifer sei bei der Tat verletzt worden, bestätigte eine Polizeisprecherin vor Journalisten. Er sei in eine Klinik eingeliefert worden.

Ein Polizist steht vor einem Regionalzug im Brokstedt. Am Mittwoch, dem 25. Januar, kam es zu einem Messerangriff
Ein Polizist steht vor einem Regionalzug im Brokstedt. Am Mittwoch, dem 25. Januar, kam es zu einem Messerangriff © Sebastian Peters

Aktuelles zur Gewalttat in Pendlerzug Kiel Hamburg RE 7

Update vom 25. Januar, 17.06 Uhr: Am Bahnhof Brokstedt (Schleswig-Holstein) sind zwei Menschen bei einem Messerangriff am Mittwochnachmittag ums Leben gekommen. Fünf Menschen wurden verletzt. Ein Unbekannter soll mit einem Messer Reisende am Bahnsteig attackiert haben. Anfangs wurde berichtet, dass sich der Angriff in einem Regionalzug auf dem Weg nach Hamburg ereignete.

Die Tat ereignete sich kurz vor 15 Uhr vor der Ankunft eines Zuges im Bahnhof Brokstedt im Kreis Steinburg. Der mutmaßliche Täter wurde am Bahnhof Brokstedt von der Polizei festgenommen. Hintergründe seien noch unklar. Die Polizei sperrte den Bahnhof großräumig ab.

Update vom 25. Januar, 16.47 Uhr: Die Bundespolizei bestätigt zwei Tote bei dem Messerangriff im Zug, teilt die Nachrichtenagentur afp mit.

Messerattacke am Regionalzug: Polizei bestätigt zwei Tote und fünf Verletzte

Update vom 25. Januar, 16.43 Uhr: Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind zwei Menschen getötet und fünf verletzt worden. Das sagte die Innenministerin von Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Bahnhof Brokstedt nach Messerattacke gesperrt: Hintergründe der Tat noch unklar

Ursprungsmeldung vom 25. Januar: In Zug von Kiel nach Hamburg soll ein Mann kurz vor 15.00 Uhr vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt mit einem Messer auf Reisende losgegangen sein. Nach ersten Erkenntnissen seien dabei sieben Menschen verletzt worden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Laut 24hamburg.de soll es auch Tote gegeben haben. Darüber berichtet auch RTL unter Berufung auf einen Sprecher der Bundespolizei.

„Bisher kann ich noch nichts bestätigen“, sagte Pressesprecher der Bundespolizei Wulf Winterhoff auf Anfrage von Merkur.de von IPPEN.MEDIA – Stand 16.28 Uhr.

Messerangriff in Regionalzug Kiel nach Hamburg: Mehrere Verletzte

Zwei Tote bei Messerattacke im Regionalzug: Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr und Rettungsdienste sind an einem Bahnübergang in der Nähe von Bahnhof Brokstedt im Einsatz.
Zwei Tote bei Messerattacke im Regionalzug: Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr und Rettungsdienste sind an einem Bahnübergang in der Nähe von Bahnhof Brokstedt im Einsatz. © Jonas Walzberg/dpa

Polizisten hätten den mutmaßlichen Täter kurz darauf in Brokstedt festgenommen, berichtet dpa. Die Hintergründe seien noch unklar. Der Bahnhof wurde für die polizeilichen Maßnahmen gesperrt. Der Zugverkehr steht seit 14.57 Uhr still, berichten die Kieler Nachrichten. Bei dem Zug soll es sich um den RE 7 handeln.

Der Bereich um den Bahnhof in Brokstedt ist nach Medienberichten von der Polizei weiträumig abgesperrt. Mehrere Rettungswagen sind vor Ort. Ein Rettungshubschrauber sei in der Nähe gelandet. (dpa/ml)



Quellenlink https://www.merkur.de/deutschland/schleswig-holstein/brokstedt-messerattacke-regionalzug-polizei-kiel-hamburg-aktuell-verletzt-menschen-news-zr-92048725.html?cmp=defrss