Tod wegen Impfung? Gericht verhandelt über möglichen Impfschaden | NDR.de – Nachrichten – Niedersachsen


Stand: 24.04.2023 19:55 Uhr

Das Landessozialgericht in Celle befasst sich am Dienstag mit der Klage einer Mutter, deren Sohn möglicherweise an den Langzeitfolgen einer Impfung gestorben ist. Es ist nicht das erste Verfahren in diesem Fall.

Schon zuvor hatten die Eltern des im Jahr 2014 Verstorbenen eine Vielzahl von Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Sozialgerichtsverfahren angestrengt, teilte das Gericht mit. Nun soll in dem Berufungsverfahren am Dienstag ein Neurologe Auskunft geben. Die Frage ist, ob ein Hirnschaden als eine Folge der Impfung festzustellen und dem Verstorbenen eine Beschädigtenrente zu gewähren ist. Dafür wurde unter anderem das Gehirn des Verstorbenen untersucht, sagte ein Gerichtssprecher.

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Sohn bekam Krampfanfälle: War die Impfung schuld?

Der Sohn der Klägerin war 1983 im Alter von zwei Jahren gegen Masern und Mumps geimpft worden. Schon im darauffolgenden Jahr sei es wahrscheinlich zu ersten Ausfällen gekommen, so das Gericht. Später habe der Junge Krampfanfälle bekommen. Diese konnten nach Gerichtsangaben medizinisch nicht erklärt werden. Für die Eltern ist der Fall klar: Sie machen die Impfdosen verantwortlich, die ihr Sohn als Kind erhalten hat.

Verfahren wegen Impfschäden dürften mehr werden

Das Verfahren zeige nun, wie aufwendig und langwierig die Beurteilung eines geltend gemachten Impfschadens sein kann, sagte der Gerichtssprecher. Er geht davon aus, dass sich Gerichte und Versorgungsämter in den kommenden Jahren mit einer Vielzahl von tatsächlichen und vermeintlichen Impfschäden werden auseinandersetzen müssen.

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