Streit um Chemnitzer Eishalle: Verband protestiert, Vereine starten Online-Petition | Freie Presse


Die Diskussion um die Pläne der Stadt Chemnitz, nur noch die große Eislaufhalle vereisen zu wollen, reißt nicht ab. Nun meldete sich auch die Deutsche Einlauf-Union zu Wort.

Chemnitz.

Die Deutsche Eislauf-Union hat mit Unverständnis auf Pläne der Stadt Chemnitz reagiert, angesichts der Energiekrise weniger Eisflächen zur Verfügung zu stellen. Der für Sportentwicklung zuständige Vizepräsident des Verbandes, Reinhard E. Ketterer, verweist in einem Schreiben an Sportbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky auf die besondere Bedeutung angemessener Trainingsmöglichkeiten für Breiten- und Leistungssport. Chemnitz sei traditionell ein erstrangiger internationaler Erfolgsstandort. Er sei zuletzt bereits von den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie in größerem Umfang betroffen gewesen als andere Trainingszentren in Deutschland.

Die Chemnitzer Stadtverwaltung hatte mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg der Kosten für das besonders energieaufwendige Herrichten und Inschusshalten von Eislaufflächen angekündigt, im Eissportzentrum am Küchwald in der anstehenden Saison nur noch die große Eislaufhalle vereisen zu wollen, statt wie bisher üblich auch eine kleinere Trainingshalle. Damit stünden den betroffenen Eishockey-,Eiskunstlauf- und Eisschnelllaufvereinen deutlich weniger Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten zur Verfügung.

Nachdem ein erstes Krisengespräch in dieser Woche noch kein Ergebnis brachte, machen die Vereine nun mit einer Online-Petition “Bewahrt den Eissport in Chemnitz vor dem endgültigen Aus!” Druck. Ihr schlossen sich am Freitag innerhalb weniger Stunden mehr als 2000 Unterstützer an. Es sei zu befürchten, dass sich von der drohenden Nutzungseinschränkung die traditionsreiche Chemnitzer Eissportlandschaft kaum wieder erholen werde, heißt es in der Petition.



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