Schäden nach Sturm und Starkregen


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Wehren durch Unwetter stark gefordert / Kreis kommt „glimpflich“ davon

HOCHTAUNUS – Bei einem kurzen, aber heftigen Unwetter sind am Donnerstagabend im Hochtaunuskreis Bäume umgestürzt, Keller vollgelaufen und Straßen überflutet worden. Insgesamt rückten die Feuerwehren im Kreis ab Beginn der Regenfälle um etwa 17.30 Uhr zu mehr als 40 Einsätzen aus. Darunter waren nach Angaben der Kreisverwaltung zehn vollgelaufene Keller. Beim Rest habe es sich um Sturmeinsätze gehandelt, etwa die Entfernung von Bäumen auf der Straße.

Am stärksten forderte das Sturmtief „Lambert“ die Einsatzkräfte in Kronberg und in Königstein. 50 Brandbekämpfer aus Kronberg und Oberhöchstadt waren an 20 Stellen im Einsatz. „Das Gros waren Sturmschäden: Bäume auf der Straße, auf Autos und Häusern“, bilanziert der Kronberger Stadtbrandinspektor Thorsten Nuhn. In der Jaminstraße stürzten zwei Bäume auf Häuser und in der Hainstraße lagen Bäume und Äste auf der Straße. Stück für Stück trugen die Feuerwehrleute die Teile ab.

Flächig überflutet wurden der Ortskern in Schönberg und der Bereich vor dem Bahnhof Kronberg. Etwa 20 Zentimeter hoch stand das Wasser laut Stadtbrandinspektor Nuhn. Zum Glück habe der Regen rechtzeitig aufgehört. „Eine Viertelstunde länger und die Schäden wären viel größer gewesen. Wir sind glimpflich davongekommen.“

In Königstein war die Feuerwehr zwischen 17.30 und 22 Uhr „im Dauereinsatz“, sagt Stadtbrandinspektor Stefan Freund. In den Stadtteilen Königstein-Mitte, Schneidhain und Mammolshain fuhren 35 Feuerwehrleute 15 Einsätze. „Größtenteils waren es lose Äste und Bäume, die auf der Straße lagen und die Fahrbahn blockiert haben oder auf Autos gestürzt sind“, so Freund. Daneben habe es einen vollgelaufenen Keller im Hardtbergweg gegeben. Per Industriesauger pumpte die Feuerwehr das Wasser ab.

Die Oberurseler Feuerwehren verzeichneten elf Einsätze. Entlang der L3004 in Richtung Sandplacken beseitigten die Brandbekämpfer mittels Kettensäge drei Bäume, die quer über der Fahrbahn lagen. Hierbei verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Weitere Einsätze fanden in der Mainstraße und in der Nassauer Straße statt, wo Bäume auf parkende Autos gestürzt waren. „Alles in allem wurde Oberursel nicht so schwer getroffen“, sagt Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. In stark bewaldetem Gebiet sollte man jedoch vorsichtig sein. „Es können immer noch vereinzelt Äste abknicken oder Bäume umstürzen“, so Reuter.

Betroffen waren von dem Unwetter auch zahlreiche Bahnfahrer. Aufgrund einer Oberleitungsstörung fielen die S-Bahnen zwischen Oberursel und Bad Homburg ab dem frühen Abend aus und noch Freitagvormittag endete die S5 vorzeitig in Oberursel. Am Nachmittag war die Störung behoben. flon



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