Sänger Campino wettert gegen Christian Lindner und Klimakiller


Der Sänger der Toten Hosen, Campino, hat dem Schweizer Nachrichtenportal Watson ein Interview gegeben. Dabei macht er auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes aufmerksam und stichelt gegen die Politik. Besonders gegen den Pateivorsitzenden der FDP, Christian Lindner. 

Für Campino und seine Band sei Klimaschutz von großer Bedeutung. Die Live-Auftritte der Band sollen durch Ökostrom, Humus-Toiletten und dem Verkauf von kompostierbaren Bandshirts nachhaltiger werden, berichtet die Nachrichtenseite. 

Doch auch ohne seine Bandkollegen kämpft Campino gegen den Klimawandel und macht auf die Thematik aufmerksam. Ab dem 15. September können Kinobesucher die Stimme des Sängers in der Dokumentation „Into the Ice“ hören. Die Doku beschäftige sich mit der Eisschmelze in Grönland, erzählt von Campino. 

Campino: „Am wichtigsten ist Awareness“

In dem Interview sagte Campino, dass er privat versuche, klimafreundlich zu leben. Auch wenn dies nicht immer gelinge, sei es ihm ein wichtiges Anliegen. Dazu sagte er: „Ich bin weiß Gott kein Heiliger und lebe ein ziemlich inkonsequentes Leben, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft – so wie wir alle mit Kompromissen leben. Anders kommt man gar nicht durch. Wir Menschen können aber Prioritäten setzen und unser Bestes tun, um unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.“

Auf die Flugreise zu seinem lieblings Fußballclub, dem Liverpool FC, wolle er allerdings nicht verzichten. „Am wichtigsten ist Awareness.“, führt er aus. „Die ärmsten Menschen hinterlassen den kleinsten Abdruck und die Reichen sind die größten Umweltschweine, so viel ist klar. Ich habe eine ganze Menge Geld, also werde ich wahrscheinlich eher in der Gruppe der Schweine zu finden sein, ob ich will oder nicht.“

Sänger fordert nachhaltige Maßnahmen von der Politik

Von der Politik erwarte Campino, dass Maßnahmen im Angesicht der Interessenskonflikte umgesetzt werden sollten, darauf könne man allerdings nicht warten. So müsse sich jeder fragen, was er tun könne. Konkret könne er sich einen „Dringlichkeitskatalog“ vorstellen, der Inlandsflüge nur erlaubt, falls es nichts anders geht oder ein Tempolimit auf den deutschen Autobahnen. 

Für den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner findet er deutliche Worte: „Ich verstehe nicht, dass jemand wie Christian Lindner, der sich gegen das Tempolimit sträubt, in der Politik überlebt. Ich registriere, dass er auch von vielen jungen Menschen in dieser Republik gewählt wurde. Das kann ich nur schwer fassen.“, sagte er in dem Interview. 



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