Parlamentswahlen – Sieg des rechten Lagers in Italien löst bei CDU/CSU Diskussionen aus – Söder kritisiert EVP-Chef Weber für Berlusconi-Unterstützung


Manfred Weber, Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament, im Februar 2022 vor blauer Wand

Manfred Weber, Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament. (picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum)

CSU-Chef Söder kritisierte seinen Parteivize Weber, den Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), wegen dessen Unterstützung für den Vorsitzenden der “Forza Italia”, Ex-Regierungschef Berlusconi. Dessen Partei ist Teil der EVP und strebt eine Regierungsbeteiligung im rechten Bündnis mit der Wahlsiegerin “Fratelli d’Italia” und der Lega an. Weber hatte Berlusconi in einem Wahlkampfvideo als Wächter der pro-europäischen Politik in Italien gewürdigt. “Forza Italia” sei nicht der Partner, den man als “richtig” erachte, betonte Söder nun in München. Es sei nicht Aufgabe der EVP und der bürgerlichen Parteien, “rechtsnationale und rechtsradikale” Regierungen zu ermöglichen. “Ich kann nur sagen, wir freuen uns nicht über das Wahlergebnis in Italien – das ist nicht gut für Europa.”

Ähnlich äußerte sich die CDU nach den Worten ihres Generalsekretärs Czaja. Man hätte sich beileibe ein anderes Wahlergebnis gewünscht, sagte er dem Sender RTL/ntv. Der CDU sei wichtig, dass es ein Bekenntnis zur Demokratie und zum demokratischen Wertefundament sowie zu Europa gebe. Er hoffe, dass auch die neue Regierung diese intensiven Beziehungen, die man immer zwischen den beiden Völkern gehabt habe, weiterhin lebe.

Diese Nachricht wurde am 27.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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