Mutmaßlicher Gullydeckelwerfer: Land entlastet Behörden | NDR.de – Nachrichten – Niedersachsen


Stand: 25.11.2022 08:55 Uhr

Nach einem Gullywurf von einer Brücke über die A7 wird ein stark beschädigtes Auto untersucht und der Tatort dokumentiert. © picture alliance/dpa Foto: Clemens Heidrich


Der Gullydeckel traf ein fahrendes Auto. Die Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt, der Fahrer schwer. (Archivbild)

Laut einer Prüfung des Niedersächsischen Sozialministeriums hat der sozialpsychiatrische Dienst im Landkreis Hildesheim keine Fehler im Umgang mit einem psychisch kranken Harsumer gemacht. Der Mann hatte den Bürgermeister nach dessen Angaben mit dem Tod bedroht. Er steht außerdem im Verdacht, am 20. August einen Gullydeckel von einer Brücke auf die A7 geworfen zu haben. Der 40-Kilo-Deckel traf ein fahrendes Auto und verletzte die beiden Insassen teils lebensgefährlich. Nach der Tat hatte der Bürgermeister der Gemeinde, Marcel Liftin (parteilos), dem Landkreis Behördenversagen vorgeworfen. Der Mann habe die Gemeinde schon lange terrorisiert und der sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises habe nicht genug getan. Aus Sicht des Niedersächsischen Sozialministeriums ist den Behördenmitarbeitenden allerdings kein Fehlverhalten vorzuwerfen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen |
Regional Hannover |
25.11.2022 | 06:30 Uhr

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