Literatur – Hans Magnus Enzensberger ist tot


Das schwarz-weisse Foto zeigt Hans Magnus Enzensberger im Profil. Der Blick geht einem Gedanken nach, seine Brille hat er in der linken Hand.

Hans Magnus Enzensberger ist 93-jährig gestorben. (imago images / gezett)

Er mischte im legendären Literaturclub “Gruppe 47” oder bei den rebellischen 1968ern mit. Über seine Zeit in der damaligen Außerparlamentarischen Opposition (APO) gibt eines seiner Erinnerungsbücher mit dem vielsagenden Titel “Tumult” Auskunft. In dieser Zeit gründete er auch 1965 das Kulturmagazin “Kursbuch”.

Enzensberger war Verlagslektor bei Suhrkamp in Frankfurt, verbrachte einige Zeit im sozialistischen Kuba, lebte in Norwegen, Italien, Mexiko, den USA und West-Berlin und kam schließlich 1979 nach München.

Enzensberger schrieb Romane, Essays, Anekdoten und Erinnerungen sowie Dramen, etwa “Untergang der Titanic”, 1980 von George Tabori inszeniert. Auch Jugendlichen widmete er Bücher wie “Immer das Geld: Ein kleiner Wirtschaftsroman” oder “Lyrik nervt”. Schon mit seinem ersten Lyrikband “Verteidigung der Wölfe” von 1957 hatte er Aufsehen erregt.

In seinem Buch “Fallobst” (2019) machte er sich Gedanken zum Thema Migration.

Lesen Sie hier in Kürze einen Nachruf.

Diese Nachricht wurde am 25.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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