Leiche von vermisstem Achtjährigen gefunden


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Von: Kathrin Reikowski

Aufräumarbeiten in Norditalien
Nach dem Unwetter in Italien: Hier suchten in Castelleone di Suasa noch Einsatzkräfte nach den zwei vermissten Menschen. © Vigili del Fuoco/dpa –

Nach den schweren Unwettern in Italien galten zwei Menschen als vermisst, nun wurde ein Bub tot aufgefunden.

Update vom 23. September, 18.24 Uhr: Wie italienische Medien berichten, wurde der acht Jahre alte Mattia, der nach der Unwetter-Katastrophe in der italienischen Region Marken vermisst wurde, nun tot geborgen. Die Carabinieri entdeckten den leblösen Körper des Jungen am Freitag (23. September) aufgrund eines Hinweises durch einen Bürger auf einem Feld.

Der Bub war am Donnerstag der vorigen Woche (15. September) von den Wassermassen fortgerissen worden, als es gerade mit der Mutter aus einem Auto stieg. Nun werde der Leichnam des Jungen für eine Autopsie in ein lokales Krankenhaus gebracht, hieß es. Die Zahl der Todesopfer durch das schwere Unwetter beläuft sich damit auf zwölf. Eine Frau gilt weiterhin als vermisst.

Nach heftigen Unwettern in Italien: Suche nach Vermissten geht weiter

Erstmeldung vom 21. September, 12.08 Uhr: Ancona (Italien) – Nach den verheerenden Unwettern in Italien, bei denen 11 Menschen in der Adria-Region starben, sind Rettungskräfte und Helfer immer noch auf der Suche nach Vermissten. Wie der Corriere della Sera schreibt, komme langsam eine Müdigkeit der Rettungskräfte zu den sehr schweren Arbeiten hinzu. Außerdem seien viele der freiwilligen Helfer, die aus anderen Regionen angereist waren, nach dem Wochenende wieder abgereist.

Demnach gab es kleine Zeichen der Hoffnung für die Retter: Nach dem Rucksack des vermissten Achtjährigen wurden auch seine Schuhe gefunden. Laut Corriere della Sera ließen sich aber durch diese Funde keine neuen Hinweise auf die Vermissten ableiten. Unter anderem seien die Hinweise etwa für Spürhunde schon vorher vorhanden gewesen.

Überschwemmungen nach Unwetter in Italien – Verlauf der Gewässer völlig verändert

„Die Überschwemmung hat die Hydrographie gestört“, habe Ludovico Caverni, Bürgermeister von Serra Sant’Abbondio, gesagt, „Flussbiegungen und Wasserfälle sind nicht mehr dort, wo sie vorher waren.“ Zudem berichtet der Corriere della Serra davon, dass das Meer von oben auf einem langen Küstenstreifen immer noch braun aussehe, während am Boden der Schlamm abgekratzt werde. Um zu verhindern, dass sich der Schlamm verhärte, würde er von der Feuerwehr teilweise mit Wasser weggespritzt.

Zur Höhe der möglichen Schäden könnten noch keine Angaben gemacht werden, da die einzelnen Betroffenen noch mit der Schadensbegrenzung und den Aufräumarbeiten beschäftigt seien.

Unwetter in Italien: Achtjähriger Junge war Mutter aus den Armen gerissen worden

Als vermisst gelten die 56-jährige Brunella C. und der achtjährige Matti. In den vergangenen Tagen war Laut Corriere della Sera auch ein Auto gefunden worden, das möglicherweise der Wagen der vermissten 56-Jährigen sei.

Der achtjährige Matti war seiner Mutter bei dem verheerenden Unwetter aus den Armen gerissen worden, als die beiden das Auto verlassen wollten. Acht Kilometer entfernt davon war am Montag der Rucksack des Jungen gefunden worden. Die Suche habe sich nun auf diesen Bereich konzentriert, so der Corriere della Sera. Der Fund der Schuhe sei für die Eltern ein „weiterer Schlag ins Herz“. (dpa/kat)



Quellenlink https://www.merkur.de/welt/unwetter-italien-vermisste-spuren-fund-eltern-trauer-suche-verlauf-fluss-auswirkung-schaden-91802448.html?cmp=defrss