Künstliche Intelligenz: Google-CEO Pichai spricht ernste Warnung aus


Auch Twitter-Chef Elon Musk äußert sich besorgt über die derzeitigen Entwicklungen. Außerdem: SpaceX sagt Raketenstart ab und Apples neues Sparkonto.

Google- und Alphabet-CEO Sundar Pichai betonte, dass Gesetze, die Künstliche Intelligenz regulieren, „nicht allein von einem Unternehmen entschieden“ werden dürften.

Google- und Alphabet-CEO Sundar Pichai betonte, dass Gesetze, die Künstliche Intelligenz regulieren, „nicht allein von einem Unternehmen entschieden“ werden dürften.
Jerod Harris/Getty Images for Vox Media

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Google– und Alphabet-CEO Sundar Pichai hat in einem Interview vor Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Er sagte, dass „jedes Produkt von jedem Unternehmen“ von der schnellen Entwicklung der KI betroffen sein werde, und warnte davor, dass sich die Gesellschaft auf Technologien wie die bereits eingeführte vorbereiten müsse. „Wir müssen uns als Gesellschaft darauf einstellen“, sagte Pichai und fügte hinzu, dass vor allem „Wissensarbeiter“ von KI betroffen sein würden, darunter Schriftsteller, Buchhalter, Architekten und ironischerweise sogar Software-Ingenieure. Außerdem warnte Pichai, dass das Problem von Desinformation und gefälschten Nachrichten und Bildern nun nochmals „viel größer“ wäre und dies „Schaden anrichten“ könnte.

Wenig später äußerte sich auch Twitter-Besitzer Elon Musk kritisch und warnte in einem Interview mit Fox News ebenfalls vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz für die Menschheit. Musk sagte, er wolle eine Alternative zum beliebten KI-Chatbot ChatGPT schaffen, den er „TruthGPT“ nenne. Dieser solle eine „maximal wahrheitssuchende KI“ sein, die versuche, „die Natur des Universums zu verstehen“. Die Idee dahinter sei, dass bei einer KI, die die Menschheit verstehen wolle, die Wahrscheinlichkeit geringer sei, dass sie sie zerstören wolle. [Mehr bei CBS, CNBC, Fox News und Bloomberg]

Auf Gründerszene: Er war erst 15 Jahre alt und führte gestandene Geschäftsmänner hinters Licht: Adem Karagöz, Gründer von Bavarian Airlines. Wie Gründerszene wochenlang mit einem Luftfahrt-Experten recherchierte, baute der Teenager zahlreiche dubiose Krypto-Firmen auf, belog Partner und wurde letztlich von der Bundespolizei aufgegriffen. Im Podcast „So geht Startup“ sprechen unser Redakteur Georg Räth und der Journalist Sebastian Steinbach über die gemeinsame Recherche. Mit dabei: bislang unveröffentlichte Geschichten über den jungen Unternehmer. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

SpaceX musste den Jungfernflug seiner Rakete „Starship“ wenige Minuten vor dem Start aufgrund von technischen Schwierigkeiten abbrechen. Schuld daran war offensichtlich ein Problem mit einem Ventil. Laut SpaceX-Chef Elon Musk plant die Raumfahrtfirma, den Start in ein paar Tagen nachzuholen. Die leistungsstärkste Rakete der Welt könnte die Raumfahrt in den kommenden Jahren massiv verändern. [Mehr bei Handelsblatt, The Information und Wall Street Journal]

Apple führt ein Sparkonto ein, das eine jährliche prozentuale Rendite von 4,15 Prozent auszahlt. Damit steigt der iPhone-Hersteller in den Wettbewerb um Bankeinlagen ein. Die ertragsstarken Sparkonten sind in Verbindung mit der Kreditkarte von Apple erhältlich und können auf den iPhones über das Wallet eingerichtet werden. Eine andere Finanzdienstleistung, die Apple anbietet, ist die Option, bei bestimmten Konten „jetzt zu kaufen und später zu bezahlen“. [Mehr bei Techcrunch, The Information, Wall Street Journal und CNBC]

Samsung könnte Google als Standardsuchmaschine auf seinen Mobilgeräten streichen und stattdessen auf Microsofts Bing umstellen, wie die „New York Times“ berichtet. Dahinter dürfte Microsofts Deal mit der Künstlichen Intelligenz ChatGPT stecken. Google ist seit mehr als einem Jahrzehnt der Standard bei Apples iPhones und iPads sowie bei den Smartphones und Tablets von Samsung. Google zahlt schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr an Apple und mehr als drei Milliarden Dollar pro Jahr an Samsung für die Verträge. [Mehr bei New York Times]

Übernahme: Der japanische Gaming-Konzern Sega hat der finnischen Rovio Entertainment Oyj, dem Entwickler des Spieles „Angry Bird“, ein Übernahmeangebot in Höhe von 706 Millionen Euro unterbreitet. Der Deal würde die Aktien von Rovio mit 9,25 Euro pro Stück bewerten. Der Vorstand von Rovio unterstütze das Angebot, hieß es. [Mehr bei Wall Street Journal und CNBC]

Siemens baut gemeinsam mit dem norwegischen Startup Freyr digitale Batteriefabriken. Die beiden Unternehmen besiegelten am Montag auf der Hannover Messe eine Partnerschaft. Für Siemens sei die Batterietechnik eines der wichtigsten Anwendungsfelder für seine „XCelerator“-Plattform, die Hardware und Software in der Industrieautomatisierung verbindet, wie es beim „Handelsblatt“ heißt. Sie sei bei Freyr so umfassend wie bei keinem anderen Hersteller im Einsatz. [Mehr bei Handelsblatt]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie halten die Gründer der Atom-Startups Dual Fluid und Transmutex für Unsinn. Sie setzen weiterhin auf Kernenergie. [Mehr bei Gründerszene+]

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Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion



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