Konsequenzen für Lidl und Aldi-Kunden: Ein Traditionshersteller ist insolvent



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Von: Juliane Reyle

Mehrere Discounter-Riesen werden sogar ein Angebot aus ihren Geschäften verabschieden müssen, denn Prophete, ein deutscher Fahrradhersteller ist pleite. Ein Insolvenzverfahren läuft bereits.

Die Zukunft eines deutschen Traditionsherstellers, Prophete, ist derzeit ungewiss. Das Unternehmen meldete kurz vor Weihnachten die Insolvenz an. Ob der Betrieb des Fahrradherstellers zunächst weiterläuft oder direkt eingestellt werden muss, ist bislang noch nicht klar, wie „Chip“ schreibt. Einige Kunden von Aldi und Lidl werden die Folgen des Firmen-Bankrotts vermutlich sogar im Angebot der Discounter bemerken.

Zukunft der Mirarbeiter von Prophete ungewiss

Ebenso ungewiss ist, wie die Zukunft für die insgesamt 280 Mitarbeiter von Prophete in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen) und die 450 Mitarbeiter bei Cycle-Union, der Tochterfirma in Oldenburg (Niedersachsen), aussieht. Bei Prophete handelt es sich um einen vor mehr als 110 Jahren gegründeten Familienbetrieb. Zu dem Unternehmen gehören Marken wie Kreidler und VSF Fahrradmanufaktur.

Auch weitere bekannte Unternehmen sind aktuell insolvent – beispielsweise Galeria-Kaufhof. Ein aufstrebender Modehändler soll bereits sein Interesse an einer Übernahme einiger Filialen verkündet haben.

Bisher in Lidl und Aldis Angbot: Fahrräder im unteren und mittleren Preissegment waren

Die von Prophete produzierten Fahrräder werden im unteren und mittleren Preissegment gehandelt und unter anderem auch bei Aldi und Lidl verkauft. Eine Einstellung des Betriebs hat somit Folgen für Personen, die ihre Räder bei den Discountern kaufen.

„Die Glocke“ schreibt, dass die Firma kurz vor Weihnachten (21. Dezember) einen entsprechenden Insolvenz-Antrag vor dem Amtsgericht Bielefeld gestellt hat. Ebenso von der Solvenz betroffen, ist die Tochterfirma Cycle-Union.

Gründe für Insolvenz bisher unbekannt: Kooperation mit AEG

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wird der Rechtsanwalt Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann und Partner eingesetzt. Die genauen Gründe für die finanziellen Probleme bei Prophete sind bislang nicht bekannt, doch sollten nun in den kommenden Wochen analysiert werden. In der Vergangenheit arbeitet das Unternehmen immer wieder mit größeren Konzernen, wie Samsung, zusammen. Erst 2016 startet Prophete eine Kooperation mit AEG, um gemeinsam mit dem Unternehmen E-Bikes zu produzieren.

Auch die Kette Galeria Karstadt Kaufhof ist von Insolvenz betroffen und kündigt vor Weihnachten an, dass mehr Filialen geschlossen werden müssen als bisher angenommen. Unter anderem droht der Galeria Kaufhof-Filiale in Heilbronn eine Schließung.



Quellenlink https://www.fr.de/verbraucher/flidl-ahrrad-aldi-angebot-insolvenz-tradition-prophete-hersteller-pleite-konsequenzen-kunden-zr-92010927.html?cmp=defrss