Klimaschutz – Regierungsflüge ohne Passagiere zwischen Köln und Berlin – Politiker drängen auf Umzug der Flugbereitschaft


Jürgen Trittin bei einer Abschiedsrede für den verstorbenen Hans-Christian Ströbele bei der 48. Ordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/Die Grünen im World Conference Center. Bonn, 15.10.2022

Jürgen Trittin von Bündnis90/Die Grünen (picture alliance / Geisler-Fotopress / Philipp Mertens / Geisler-Fotopres)

Die Regierungsflotte müsse dort stationiert sein, wo die Regierung sitze, sagte er dem ARD-Hörfunk. Es handele sich um das Erbe einer komplizierten Verlagerung der Hauptstadt. Trittin verwies auf die ökologischen Folgen der Bereitstellungsflüge zwischen Köln und Berlin. Ähnlich äußerte sich Linken-Fraktionschef Bartsch. Der Umzug müsse sofort und nicht erst, wie aktuell geplant, 2032 erfolgen. Nach Angaben der Flugbereitschaft fehlt am Hauptstadtflughafen BER die nötige Infrastruktur. Zudem werde jeder Bereitstellungsflug für Schulungs- und Ausbildungszwecke genutzt.

Seit Ende der 90er Jahre hat die Bundesregierung ihren Sitz in Berlin. Die 16 Regierungsflugzeuge sind aber nach wie vor am Flughafen Köln/Bonn stationiert. Vor jeder Ministerreise fliegt daher in der Regel eine Maschine leer nach Berlin und nach der Reise wieder leer nach Köln. In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es demnach 242 dieser Bereitstellungsflüge ohne Passagiere.

Diese Nachricht wurde am 12.12.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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