Heizkostenzuschuss für Öl- und Pelletkunden: Diese Fristen gelten


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Von: Stella Henrich

Heizkostenzuschuss: Heizöl- und Pelletkunden müssen selbst handeln, um Geld zu sparen. Nur mit einem Online-Antrag können Sie einen Zuschuss erhalten.

Kassel ‒ Der Heizkostenzuschuss soll viele Bürger und Bürgerinnen entlasten. Profitieren können davon beispielsweise Wohngeldbeziehende, ebenso auch Azubis und Schüler. Wer mit Heizöl oder Holzpellets heizt, kann beim Bund auch einen Zuschuss beantragen. Allerdings hat nicht jeder Verbraucher automatisch Anspruch darauf.

Der Bundeszuschuss soll die Verbraucher, die zwischen dem 1. Januar und 1. Dezember 2022 sogenannte nicht leitungsgebundene Brennstoffe wie Heizöl, Pellets und Flüssiggas gekauft haben, entlasten. Es erhält aber nur derjenige einen Zuschuss, dessen Kosten sich mindestens verdoppelt haben. Die Höhe des Zuschusses entspricht 80 Prozent der Mehrkosten, die über den doppelten Preis hinausgehen – maximal aber 2000 Euro.

Heizkostenzuschuss für Öl- und Pelletkunden

Wer mit Heizöl, Flüssiggas, Holzpellets, Holzhackschnitzeln, Holzbriketts, Scheitholz oder Kohle bzw. Koks heizt, kann einen Antrag auf Heizkostenzuschuss stellen. Die Rechnungen müssen vorgelegt werden. Doch Vorsicht: Das Portal funktioniert nicht für alle Bundesländer, außen vor sind Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Zuschuss gibt es nur, wenn Sie zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 1. Dezember 2022 mindestens eine Verdoppelung Ihrer Energiekosten hinnehmen mussten. Davon werden dann 80 Prozent über den Zuschuss abgefangen.

Heizkostenzuschuss für Öl- und Pelletkunden: App zur Antragstellung

Den Antrag können Verbraucher übrigens online stellen. Das Online-Portal chip.de bietet dazu eine Web-Applikation zum Herunterladen an. Die Nutzer müssen sich für den Antrag nicht registrieren. Eine schnelle Bearbeitung des Online-Antrags wird in Aussicht gestellt. Die Bearbeitungszeit für den Antrag wird mit sechs Wochen angegeben. Aber auch diese Seite „go-online“ lässt sich für einen Antrag „Brennstoffhilfe“ nutzen.

Diese Fristen gelten ab Mai in den Bundesländern:

  • Ab dem 2. Mai 2023: Anträge in Bremen und Hamburg möglich.
  • Ab dem 4. Mai 2023: Bürger aus Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein können ihren Antrag einreichen
  • Ab dem 8. Mai 2023 sind Anträge aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen möglich.

Für Bayern ist der Antragsstart für 15. Mai 2023 geplant. Anträge können auf ebenfalls online gestellt, den Link dazu finden Verbraucher dann auf der Seite des bayerischen Staatsministeriums für Arbeit, Familie und Soziales. Ein Härtefall-Rechner hilft hier den Verbrauchern schon mal vorab bei der Berechnung der Erstattung. Berliner können ihre Anträge bis 20. Oktober dieses Jahres ausschließlich online bei der Investitionsbank Berlin einreichen. In Nord-Rhein-Westfalen startet nach derzeitigem Stand des Heimatministeriums die Frist für die Antragsstellung für den Zuschuss ab Mai 2023. Die Antragstellenden können sich über das Antragsportal vorab ausrechnen lassen, ob sie für eine Härtefallhilfe in Betracht kommen. Für eine Antragstellung werde die bund.ID oder eine ELSTER-ID benötigt, teilt das Ministerium auf seiner Internetseite mit.

Heizkostenzuschuss für Öl- und Pelletkunden: Verbraucher sollten nicht zu lange mit dem Antrag warten

Verbraucher müssen zwar nicht sofort aktiv werden, die Antragsfrist endet erst am 20. Oktober dieses Jahres. Doch wer zuerst den Antrag stellt, kriegt auch das Geld früher. Außerdem ist das Budget für die Hilfe begrenzt. Der Bund stellt für die Härtefallregelung bis zu 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung. Es ist daher ratsam, nicht zu lange mit dem Antrag zu warten.

Holzpellets-Heizung im Keller eines Wohnhauses.
Errichtete Holzpellets-Heizung im Keller eines Wohnhauses. (Symbolbild) © Bernd Feil/imago

Darüber hinaus müssen diese Voraussetzungen für den Zuschuss erfüllt sein:

  • Verbraucher müssen mit Heizöl, Flüssiggas, Holzpellets, Holzhackschnitzeln, Holzbriketts, Scheitholz oder Kohle bzw. Koks heizen.
  • Verbraucher müssen eine Verdoppelung Ihrer Energiekosten zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 1. Dezember 2022 hinnehmen.
  • Nur beheizte Wohnflächen werden bezuschusst, nicht andere Flächen wie etwa Büros oder Lagerflächen. Ab 90 Prozent Wohnflächenanteil wird pauschal vollständig gefördert.

Grundsätzlich müssen Verbraucher eine eidesstattliche Erklärung zur Richtigkeit ihrer Brennstoffrechnung abgeben. Bei Häusern mit Mietwohnungen soll laut chip.de der Vermieter die Erklärung abgeben und die Entlastung an seine Mieter weiterreichen.



Quellenlink https://www.merkur.de/verbraucher/antrag-heizkostenzuschuss-fuer-oel-und-pelletkunden-diese-fristen-gelten-online-92244003.html