Hanau: Erneuter Bombenfund – Stadt evakuiert Seniorenheime




Schon wieder wurde in Hanau eine Weltkriegsbombe gefunden. Die Entschärfung ist für Sonntag geplant – ein Krankenhaus und mehrere Seniorenheime sind betroffen. Nur eine Woche nach dem letzten Bombenfund in Hanau ist am Donnerstagabend erneut ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Wie die Stadt mitteilt, liegt die 500 Kilogramm schwere Bombe nur 1,5 Kilometer von dem anderen Fundort entfernt. Der Blindgänger wurde bei Bauarbeiten auf dem Teichwegareal in der Rosenau im Stadtteil Nordwest gefunden. Am Sonntag soll sie entschärft werden. “Von der Bombe geht aktuell keine Gefahr aus, daher entschärfen wir sie auch erst am Sonntag”, so Alexander Majunke vom Kampfmittelräumdienst. Im Rahmen der Evakuierung müssen mehrere tausend Menschen am Sonntagmorgen ihre Wohnungen verlassen. Vier Seniorenwohnheime und Wohnstifte, die sich im betroffenem Gebiet befinden, wurden bereits am Samstag evakuiert. Die Menschen sollen übergangsweise in andere Altenwohnheime oder zwei freigemachte Hallen gebracht werden. “Wir sind froh, dass wir heute damit durch sind, weil wir für morgen 80 Liegendtransporte angemeldet bekommen haben von Bürgerinnen und Bürgern, die wir aus ihren Wohnungen in Unterkünfte bringen”, sagt ein Sprecher der Stadt. Für die betroffenen Bürger des Stadtteils Nordwest werde mindestens eine große Turnhalle als Aufenthaltsort bereitgestellt.Am Sonntagmorgen müssen um spätestens neun Uhr die Menschen in einem Radius von einem Kilometer ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben. Der Fernverkehr wird über Offenbach umgeleitet, im Nahverkehr auf der Strecke Hanau-Frankfurt werden ab Sonntagmittag mehrere Haltestellen bis zum Ende der Entschärfung nicht angefahren. Zudem wird der Busfahrplan geändert. Das für Sonntagabend im Congress Park geplante Konzert “Heimat-Hafen” ist abgesagt. Auch alle Gottesdienste im Evakuierungsgebiet entfallen, heißt es seitens der Stadt. “Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Evakuierung morgen nicht schnell und geordnet vonstatten gehen kann.” Der Beginn der Entschärfung und die Dauer seien schwer vorherzusagen. “Ziel ist, dass die Menschen so schnell als möglich zurückkehren können”, betonte der Sprecher.



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