Gorillas verlässt Belgien – Efarmz übernimmt die Kunden


Als Teil seines Sparkurses will sich der Lieferdienst aus mehreren Ländern zurückziehen. Nun hat sich zumindest ein Käufer für Kunden in Belgien gefunden.

Gorillas-Fahrer wie dieser sind nun nicht mehr auf Belgiens Straßen zu sehen

Gorillas-Fahrer wie dieser sind nun nicht mehr auf Belgiens Straßen zu sehen
Tobias Schwarz/AFP via Getty Images

Die belgische Online-Lieferplattform Efarmz übernimmt Teile des Gorillas-Geschäfts in Belgien. Das gab die Berliner Firma am heutigen Donnerstag bekannt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, so ein Sprecher von Gorillas. In Belgien war die Firma bislang mit den beiden Marken Gorillas und Frichti aktiv. Den französischen Lieferdienst Frichti hatte Gorillas Anfang dieses Jahres übernommen.

Nun stellt das Unternehmen den Betrieb vor Ort komplett ein. Die allermeisten der Gorillas-Wagenlager in Belgien sind bereits geschlossen, dem Sprecher zufolge sind bislang nur noch drei Lager in Betrieb. Die würden nun auch dicht gemacht, Efarmz wird also keines der Gorillas-Lager übernehmen. Das ist insofern erstaunlich, als dass die Warenlager eigentlich zu den wertvollen Assets der Lieferdienste gehören, die Lagerflächen im Innenstadtbereich sind schwer zu kriegen. Efarmz habe jedoch seine eigene Infrastruktur, heißt es dazu von Gorillas als Erklärung.

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Auch die allermeisten der aktuell knapp 200 Angestellten von Gorillas in Belgien werden entlassen. Efarmz werde nur eine „Hand voll“ der Büroangestellten übernehmen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Abgesehen von den wenigen Mitarbeitern übernimmt Efarmz also de facto nur die Kunden.

Spanien vor dem Aus – weiterhin Käufer gesucht für Italien und Dänemark

Gorillas führt seinen massivem Sparkurs damit weiter fort. Anfang des Monats entließ das Unternehmen selbst die Hälfte seiner globalen Headquarter-Angestellten, abgesehen von Belgien steht der Betrieb in weiteren Ländern auf der Kippe. Die wichtigsten Märkte seien für das Unternehmen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und, als einzige Stadt in den USA, New York City. Bei den anderen verbliebenen Ländern – Spanien, Italien, Belgien und Dänemark – prüfe Gorillas aktuell „strategische Optionen“. Im Klartext heißt das: Entweder die Firma findet einen Käufer, der zumindest Teile des Geschäftes übernimmt, so wie nun im Fall von Belgien. Oder sie macht den Markt dicht.

In Dänemark und Italien ist der Ausgang diesbezüglich weiter offen. In Spanien deutet viel daraufhin, dass sich kein Käufer findet und der Markt komplett geschlossen wird. Bis zu einer Entscheidung laufen die Lieferungen erstmal weiter, wie mehrere spanische Medien berichten. Gorillas hingegen will noch nicht von einer finalen Entscheidung sprechen: Man habe zwar „ein rechtliches Verfahren eingeleitet, um den Personalabbau zu prüfen“, befinde sich aber parallel weiterhin in Verhandlungen.

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Quellenlink https://www.businessinsider.de/gruenderszene/food/gorillas-verlaesst-belgien-konkurrent-uebernimmt-teile-des-geschaefts/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gorillas-verlaesst-belgien-konkurrent-uebernimmt-teile-des-geschaefts