FFF-Demos in SH: Tausende in Kiel und Lübeck auf den Straßen | NDR.de – Nachrichten


Stand: 23.09.2022 16:53 Uhr

“Fridays for Future” ruft zum elften globalen Klimastreik auf, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Bundesweit sind mehr als 250 Demonstrationen angemeldet, viele auch in Schleswig-Holstein.

Menschen demonstrieren bei einer FFF-Demo in Kiel. © NDR Foto: Kevin Bieler


In der Landeshauptstadt wurde die Demonstration um 14 Uhr mit einer Kundgebung auf der Reventlouwiese eingeläutet.

Rund 1.000 Menschen sind laut Organisatoren in Lübeck auf der Straße, etwa 3.500 in Kiel. Sie fordern von der Politik, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Der Protest findet auch auf der Förde statt. Dort sind Kanufahrer unterwegs – mit Fahnen und Bannern. Mitorganisatorin Gunde Kaiser sagte, Klimastreiks seien wichtiger denn je: “Zum Beispiel in Pakistan ist gerade eine riesige Überschwemmung. Und hier in Kiel oder in Deutschland und Europa gibt es auch viele Hitzetote. Dieser Sommer ist der heißeste Sommer seit 500 Jahren.” Darauf und dass erneuerbare Energien die Lösung für die Klimakrise seien, wolle man aufmerksam machen, so Kaiser.

14 Demos in SH

In ganz Schleswig-Holstein sind 14 Fridays for Future (FFF) -Demonstrationen angemeldet, unter anderem in Arnis (Kreis Schleswig-Flensburg), Wedel (Kreis Pinneberg), Bad Bramstedt und Bad Segeberg (Kreis Segeberg), Eckernförde, Enge-Sande (Kreis Nordfriesland), Elmshorn (Kreis Pinneberg), Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und den Städten Flensburg und Neumünster. Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif spricht am Freitag auf der Kundgebung in Hamburg.

Ein Mann läuft mit einer zusammengeklappten Sonnenliege über der Schulter durch das Wasser.

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FFF: Folgen des Klimawandels verursachen viel Leid

Fridays for Future teilte vor den Demonstrationen am Freitag mit, die Folgen des Klimawandels, wie Überschwemmungen oder extreme Hitze, würden immer deutlicher und verursachten vor allem im Süden der Erde viel Leid. Dennoch sei der weltweite Klimaschutz noch immer schlecht. Die Politik solle Konzerninteressen nicht mehr über Menschenleben stellen, fordert FFF.

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FFF will konsequenten Ausstieg aus Kohle und Gas

“Wir fordern das Ende aller fossilen Abhängigkeiten von Autokraten, den konsequenten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und den Aufbau einer klimaneutralen und sicheren und unabhängigen und dezentralen Energieversorgung, damit die 1,5-Grad-Grenze eingehalten werden kann”, hatte FFF-Sprecherin Charlotte Stenzel bei den vorangegangenen Demonstrationen betont. Der Bericht des Weltklimarats (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) zeige die Gefahren auf, die der Klimawandel für die Menschheit mitbringe, so FFF. Ein ansteigender Meeresspiegel hätte verheerende Konsequenzen für küstennahe Regionen wie Schleswig-Holstein, so die Bewegung.

100 Milliarden Sondervermögen für den Klimaschutz gefordert

FFF fordert 100 Milliarden Euro Sondervermögen für den Klimaschutz. Dieses Geld solle vor allem in erneuerbare Energie, in eine Anschlusslösung zum Neun-Euro-Ticket und in nachhaltigere Landwirtschaft gesteckt werden. Zudem müsse Wohnraum zukunftsorientiert gebaut werden, Schulen und Bildungseinrichtungen sollten mehr auf klimaneutrale Themen setzen, so die Initiative.

Für Schleswig-Holstein fordert FFF, dass es Zwischenziele für 2025 und 2030 geben solle – damit überprüft werden kann, ob die Klima-Neutralität bis 2035 erreicht werden kann. FFF positioniert sich gegen das LNG-Terminal in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Die Klimabewegung kritisiert, dass Deutschland mit dem Bau des Terminals weiter auf fossile Energien setzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord |
Nachrichten für Schleswig-Holstein |
23.09.2022 | 17:00 Uhr

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Quellenlink https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/FFF-Demos-in-SH-Tausende-in-Kiel-und-Luebeck-auf-Strassen,fridays134.html