Ein „Kaulen“ fürs Grüne


  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Herrsching

Erstellt:

Von: Andrea Gräpel

Der Zuschnitt der Weiden am Kienbach brachte den Ruf nach Baumschutz und Grünplanung Anfang dieses Jahres so richtig in Gang. Jede Fällung wird seitdem genau unter die Lupe genommen.
Der Zuschnitt der Weiden am Kienbach brachte den Ruf nach Baumschutz und Grünplanung Anfang dieses Jahres so richtig in Gang. Jede Fällung wird seitdem genau unter die Lupe genommen. © Andrea Jaksch

Grünordnung in Herrsching bekommt mehr Gewicht: In der Haushaltsberatung wird am Montag auch darüber abgestimmt, ob Umweltreferentin Franziska Kalz einen Kollegen oder eine Kollegin bekommt. Außerdem holt sich die Gemeinde Experten für die Themen Umwelt und Energie an die Seite.

Herrsching – Um der emotionalen Debatte über den Baumschutz in der Gemeinde Herrsching die Spannung zu nehmen, hatte sich der Gemeinderat schon im Mai für ein Grünplanungskonzept ausgesprochen. Grünen-Gemeinderätin Anke Rasmussen hatte damals vorgeschlagen, dafür dem bestehenden Arbeitskreis Umwelt ähnlich dem Arbeitskreis Verkehr einen Experten zur Seite zu stellen. Dies soll nun geschehen, genauso wie in der anstehenden Haushaltsberatung am Montag, 12. Dezember, über eine zusätzliche halbe Stelle für die Abteilung Umwelt im Rathaus entschieden wird. Dies geht aus der Vorlage für die Sitzung hervor.

Schon in der vorletzten Sitzung des Gemeinderates hatten sich dem Gemeinderat im nicht öffentlichen Teil drei Büros vorgestellt. Vor zwei Wochen entschieden sich die Räte bei der nicht öffentlichen Auftragsvergabe für die NRT-Bürogemeinschaft Landschaftsarchitekten Stadtplaner und Ingenieure aus Marzling, die dem Gemeinderat schon aus der Planung für das Gymnasium in Mühlfeld bekannt ist, so Bürgermeister Christian Schiller im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Anfang des Jahres soll Dietmar Narr, für den das N in NRT steht, sich und seine Idee für ein Konzept öffentlich präsentieren. Schiller spricht von einem „Kaulen für das Grüne im Ort“. Dr. Ralf Kaulen ist der langjährige Verkehrsplaner der Gemeinde.

Der bestehende Arbeitskreis Umwelt werde damit zu einem Pendant zum Arbeitskreis Verkehr. „Anders sind wir nicht vorwärtsgekommen“, sagt Schiller, der sich auch auf die Verstärkung in der Abteilung Umwelt in der gemeindlichen Bauverwaltung freut. Am kommenden Montag entscheidet der Gemeinderat in den anstehenden Haushaltsberatungen (Beginn: 19 Uhr) über diese Unterstützung für die Umweltbeauftragte Franziska Kalz. Vorgesehen ist demnach eine halbe Stelle. Die Ausschreibung erfolgt nach dem Besuch eines Vertreters der Architektenkammer, der das Thema Energie in der Kommune näher beleuchtet. Die Schnittmenge aus Grünplanungskonzept und Energie entscheide darüber, ob die zusätzliche Kraft besser Geograf, Biologe oder ein „Verwaltungsmensch“ sein sollte, sagt Schiller. Beim Arbeitskreis Verkehr laufe es gut mit der Unterstützung aus der Verwaltung. Schiller: „Auf jeden Fall wollen wir zügig mit dem Grünplanungskonzept beginnen.“ Dies, so der Bürgermeister, soll mit Bürgerbeteiligung zum Beispiel in Workshops erarbeitet werden. Er selbst ist gespannt: „Das ist eine Riesen-Spielwiese.“



Quellenlink https://www.merkur.de/lokales/starnberg/ein-kaulen-fuers-gruene-herrsching-gruenordnung-91962627.html?cmp=defrss