Dieses Hausmittel hilft den sensiblen Blumen


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Von: Christoph Gschoßmann

Lilafarbene Blüte einer Orchidee.
Orchideen sind der Zimmerpflanzen-Klassiker. Es gibt viele verschiedene Sorten, die alle eine etwas andere Pflege benötigen. © Imago

Ihre Orchideen brauchen Dünger, doch es ist gerade keiner zur Hand? Vielleicht haben Sie ja dieses Hausmittel im Küchenschrank.

Frankfurt – Orchideen gelten als sensibel – wer nicht von Natur aus mit einem grünen Daumen gesegnet ist, sollte einiges beachten, um sie am Leben zu erhalten. Und selbst erfahrene Pflanzenkenner könnten dieses Hausmittel als Düngemittel noch nicht kennen.

Was die Nährstoffe angeht, sind Orchideen zwar relativ genügsam, doch beim Dünger sind sie wählerisch. Es kommt auf die Art und die richtige Dosierung des Düngers an, denn zu viel kann zu Verbrennungen an den Wurzeln führen. Ein Hausmittel, das gut zum Düngen verwendet werden kann, ist Trockenhefe. Laut der Website Plantopedia verbessert die Hefe „das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit“ der Gewächse.

Die Hefe enthält nicht nur Mineralien wie Kalium und Phosphor, sondern auch etwa 60 Prozent Stickstoff, den die Orchideen gut gebrauchen kann. Und so führt man der Pflanze die Hefe zu:

Orchideen mit Hefe düngen – so geht‘s:

  • Den Inhalt eines Päckchens Trockenhefe in 100 Millilitern heißem Wasser auflösen.
  • Die Mischung mit zwei Litern kaltem Wasser auffüllen. (Alternativ: Ein Würfel Trockenhefe in 10 Litern Wasser bröseln.)
  • Gründlich verrühren.
  • Vollständig abkühlen lassen.
  • Die Orchidee samt Innentopf in das Hefewasser tauchen – das Substat muss sich vollsaugen.
  • Die Orchidee zurück in den Übertopf stellen.

Diese Art Dünger ist für terrestrische Orchideenarten geeignet, also die Art, die in der Erde wächst. Idealerweise sollte man sie vor und während der Blütephase alle zwei bis drei Wochen mit dem Hefewasser düngen. Dies klappt übrigens auch mit abgelaufener Trockenhefe, die man zum Kochen nicht mehr verwenden kann.

Weitere Hausmittel, die für Orchideen geeignet sind, sind beispielsweise Kaffeereste oder schwarzer Tee. Hierfür kann man 100 Milliliter aufgebrühten Kaffee gemischt mit zwei Litern Wasser vorbereiten, und die Pflanze alle zwei bis drei Wochen samt Innentopf in das Kaffeewasser eintauchen. Für den Dünger mit schwarzem Tee braucht der gewiefte Gärtner 250 Milliliter Wasser mit aufgebrühtem Tee (ein Teebeutel), gemischt mit zwei Litern kaltem Wasser. Vor dem Düngen muss der Dünger jeweils abkühlen.

Hausmittel zum Düngen von Orchideen nutzen: Worauf man achten sollte

Bei der ersten Düngung mit Kaffee oder Tee empfiehlt es sich, die Pflanzen in den kommenden Tagen genau zu beobachten. Welke Blätter sind ein Alarmsignal, dass die Pflanze den Dünger nicht verträgt.

Orchideen (Orchidaceae)
Abteilung:Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung:Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse:Bedecktsamer (Magnoliopsida) Monokotyledonen (Einkeimblättrige)
Ordnung:Spargelartige (Asparagales)
Artenvielfalt:25.158 Arten in 859 Gattungen (Stand: 2005, Kew Gardens)

Die Website Pflanzenschule listet außerdem weitere Hausmittel als Orchideen-Dünger auf: Bananenschalen, Eierschalen, Knoblauch, Äpfel, Reis- oder Kartoffelwasser, Bier, Kompost-Tee. Bei den meisten Ratgebern über Orchideen sind sich die Fachleute allerdings einig: Nur Hausmittel reichen nicht, um sie mit allem Nötigen zu versorgen – ab und an sollte handelsüblicher Dünger zugeführt werden. (cgsc)

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Quellenlink https://www.fr.de/verbraucher/orchideen-ratgeber-lifehack-hausmittel-hefe-duenger-pflanzen-garten-92202685.html?cmp=defrss