Die Journalistin Hella Pick: aus dem Leben einer “Guardian”-Legende – Gesellschaft


Als Kind flüchtete Hella Pick vor den Nazis nach London, als “Guardian”-Korrespondentin schrieb sie Jahrzehnte lang über die großen Politiker ihrer Zeit. Was denkt sie heute, mit 93, über die immer verrücktere Welt? Eine Begegnung in Wien.

Von

Alexandra Föderl-Schmid

Wer sich mit ihr zu einem Mittagessen trifft, sollte die Nachrichten des Tages kennen – auch an einem Sonntag. Denn Hella Pick weiß, welche Entscheidungen Elon Musk in dieser Nacht mal wieder zu Twitter getroffen hat. Die 93-Jährige will darüber diskutieren, ob es richtig ist, dass Donald Trump wieder einen aktiven Account hat. Sie hat natürlich, auch wenn sie gerade in Wien ist, den Aufmacher der Times of Sunday gelesen und gibt gleich eine messerscharfe Analyse ab: dass die Überlegung der britischen Regierung, sich wie die Schweiz einen privilegierten Zugang zum EU-Binnenmarkt zu sichern, die erste kluge Idee nach dem Brexit sei. Aber, so schränkt sie gleich ein, dass dieser Vorschlag aus vielerlei praktischen Gründen nicht funktionieren könne.



Quellenlink https://www.sueddeutsche.de/leben/helen-pick-guardian-journalismus-weltpolitik-gorbatschow-kennedy-winston-churchill-zeitzeugen-unsichtbare-mauern-juedisch-1.5701932