Bundesanwaltschaft lässt mutmaßlichen Agenten festnehmen


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Russische Botschaft
Einem Behördenmitarbeiter wird geheimdienstliche Agententätigkeit für Russland vorgeworfen. © Christophe Gateau/dpa

Ein deutscher Behördenmitarbeiter soll sich „aus eigenem Antrieb“ mehrfach die Russische Botschaft gewandt und eine Zusammenarbeit angeboten haben. Jetzt wurde ein Haftbefehl erlassen.

Karlsruhe – Wegen des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit für Russland hat die Bundesanwaltschaft in Koblenz einen deutschen Behördenmitarbeiter festnehmen lassen. Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, wurde der Beschäftigte beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr von BKA-Beamten festgenommen.

Auch wurden seine Wohnung und der Arbeitsplatz durchsucht. Der Beschuldigte sei dringend verdächtig, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein.

Der Mann soll sich ab Mai dieses Jahres „aus eigenem Antrieb“ mehrfach an das Russische Generalkonsulat in Bonn und die Russische Botschaft in Berlin gewandt und eine Zusammenarbeit angeboten haben. Dabei habe er Informationen aus seiner beruflichen Tätigkeit übermittelt – „zwecks Weiterleitung an einen russischen Nachrichtendienst“.

Gegen den Beschuldigten hat der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Haftbefehl erlassen. Die Ermittlungen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst und dem Bundesamt für Verfassungsschutz geführt. dpa



Quellenlink https://www.merkur.de/politik/bundesanwaltschaft-laesst-mutmasslichen-agenten-festnehmen-zr-92451451.html