Amazon-Kunde bestellt Fliegengitter – und bekommt Schrotflinte geliefert


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Von: Karolin Schäfer

In den USA wird einem Amazon-Kunden nicht wie bestellt ein Fliegengitter geliefert, sondern eine Schrotflinte. (Symbolbild)
In den USA wird einem Amazon-Kunden nicht wie bestellt ein Fliegengitter geliefert, sondern eine Schrotflinte. (Symbolbild) © Bodo Schackow/dpa

Ein Kunde bestellt bei Amazon ein Fliegengitter, geliefert wird ihm stattdessen eine Schusswaffe – und die ist auch noch als gestohlen gemeldet.

Denver – Amazon zählt weltweit zu den marktführenden Onlineversandhändlern. Millionen Produkte werden täglich bestellt und versendet. Bei der Vielzahl an Bestellungen kann es durchaus schon mal zu Verwechslungen kommen. Man freut sich auf ein Paket, doch am Ende wurde gar nicht das richtige Produkt geliefert.

Das ist jetzt auch Don Thompson aus dem US-Bundesstaat Colorado passiert. Der 78-Jährige ist regelmäßiger Nutzer des Versand-Riesen. Bis zu vier oder fünf Pakete bestellt er pro Tag, so Thompson gegenüber dem US-Sender CBS News Colorado. „Sie irren sich nicht oft“, sagte er. Bei seiner letzten Bestellung staunte er allerdings nicht schlecht, als er das Paket öffnete.

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Amazon-Kunde bekommt Schrotflinte statt Fliegengitter geliefert

Ursprünglich hatte Thompson ein Fliegengitter bestellt. Stattdessen erlaubte sich Amazon einen gefährlichen Fehler. Der Käufer erhielt eine Schrotflinte. „Ich war völlig verblüfft. Es ist erschreckend, absolut erschreckend für mich“, sagte Thompson, der früher in der Strafverfolgung tätig war.

Recherchen von CBS News Colorado zufolge, habe der 78-Jährige Anfang August das Paket von Amazon erhalten. Es enthielt eine Schrotflinte des US-Herstellers Stoeger, die offenbar als gestohlen gemeldet war. Die Lieferung habe Thompson verunsichert. Er befürchtete, dass die Waffe durch eine solche Verwechslung in die falschen Hände gelangen hätte könnte.

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Die Sendungsverfolgungsnummer für die Bestellung des Fliegennetzes stimmte dabei mit der Nummer überein, die sich auf dem Karton mit der Schrotflinte befand, bestätigte der Sender aus den USA. Laut Versandetikett wurde die Schusswaffe von einem Amazon-Fulfillment-Center in Aurora (Illinois) verschickt.

Amazon erklärte auf Nachfrage des US-Senders, dass es keine Schusswaffen im Sortiment gebe. Im Nachgang schickte das Unternehmen aber eine Entschuldigung. „Das ist sicherlich nicht das, was unsere Kunden erwarten sollten, und ich kann Ihnen versichern, dass die Schusswaffe unbeabsichtigt geliefert wurde. Wir führen eine interne Untersuchung der Fehler durch, die zu diesem Versand aus unserem Fulfillment Center geführt haben, um sicherzustellen, dass dies keinem anderen Kunden mehr passiert“, zitierte CBS News Colorado den Kundenservice.

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Inzwischen hat das Jefferson County Sheriff‘s Office die Waffe beschlagnahmt. „Es sieht so aus, als ob sie gestohlen wurde, aber wir haben gerade erst mit unseren Ermittlungen begonnen“, sagte Sprecherin Jenny Fulton gegenüber dem US-Sender.

Immer wieder kommt es bei dem Onlineversandhändler zu kuriosen Vorfällen. Nach dem Verkaufsstart der neuen Playstation 5 klaute ein Amazon-Bote die Konsole einem Kind.

Amazon will nun bei der Aufklärung helfen. „Wir haben uns mit dem Jefferson County Sheriff‘s Office in Verbindung gesetzt, um Unterstützung bei den Ermittlungen anzubieten. Intern. Wir arbeiten daran, alles zu tun, was wir können, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“, sagte Amazon-Sprecher Branden Baribeau. Das Unternehmen hat Thompson inzwischen 250 US-Dollar (256 Euro) gutgeschrieben und die Kosten für das Fliegennetz erstattet. (kas)



Quellenlink https://www.merkur.de/welt/amazon-bestellung-kunde-fliegengitter-schrotflinte-waffe-usa-paket-news-zr-91807692.html?cmp=defrss