Chefin von Münchner Luxus-Hotel verrät, wie sich Stars verhalten: „Erleben das genaue Gegenteil“


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Von: Lukas Schierlinger

International bekannte Besucher gastieren immer wieder im „Bayerischen Hof“ in München. Ihr Verhalten habe sich im Laufe der Jahre verändert, sagt die Chefin.

München – Prominente sind aus Sicht der Direktorin des Hotels „Bayerischer Hof“ in München heute weitaus mehr auf ihre Privatsphäre bedacht als noch vor Jahren. „Früher wollten Prominente, dass in den Zeitungen über sie geschrieben wird, sie also in den Klatschspalten stehen“, sagte die Chefin des Hauses, Innegrit Volkhardt, der Augsburger Allgemeinen. „Heute erleben wir das genaue Gegenteil: Jeder hat Angst, etwas Falsches zu sagen oder zu tun. So ziehen sich die Prominenten vielfach zurück und lassen lieber keine Presse zu.“

Hochrangige Gäste in Luxus-Hotel in München: Rolling-Stones-Mitglied in besonderer Erinnerung

Viele internationale Stars wie die Rolling Stones zählten laut Volkhardt bereits zu den Gästen. Ein Mitglied der Band blieb der Hotel-Chefin ganz besonders in Erinnerung: „Der leider 2021 verstorbene Schlagzeuger Charlie Watts hat mich enorm beeindruckt: Er hinterließ sein Zimmer so aufgeräumt und ordentlich, als wäre er nie da gewesen.“ Obwohl er im Zimmer übernachtet habe.

Hotelinhaberin Innegrit Volkhardt auf der Dachterasse des Bayerischen Hofs. 
Hotelinhaberin Innegrit Volkhardt auf der Dachterasse des Bayerischen Hofs.  © Marcus Schlaf

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz kommen in dem renommierten Hotel im Herzen von Bayerns Landeshauptstadt regelmäßig hochrangige Staatsgäste aus aller Welt unter. Dort genießen die Besucher einen einzigartigen Rundum-Service, wie ein exklusiver Blick hinter die Kulissen offenbarte.

„Bayerischer Hof“: Bankett-Chefin denkt an „kurioses Bild“ zurück

Über 100 Gästebetreuer, Butler und andere Service-Kräfte stehen bereit, um den Staatsgästen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Viele Teilnehmer haben ihren eigenen Sicherheitsstab dabei, der bei Gesprächen und beim Essen mit am Tisch sitzt und auch vor der Zimmertür steht. Gerade beim Essen haben die Besucher auch mal Sonderwünsche. Besonders einer blieb der Bankett-Chefin in Erinnerung.

Eine größere Delegation habe vor einigen Jahren recht spontan den Wunsch nach koscherem Essen geäußert. „Das mussten wir extern bestellen. Zur Übergabe an der Theatinerstraße – außerhalb des Sicherheitsbereiches – sind dann 15 Anzugträger und mehrere Polizisten gegangen und haben die Speisen abgeholt. Ein kurioses Bild.“ (lks/dpa)

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Quellenlink https://www.tz.de/muenchen/stadt/verhalten-chefin-von-muenchner-luxus-hotel-verraet-wie-sich-stars-inzwischen-92407768.html